Es ist wirklich ein Katzenjammer, wenn man derzeit die Mannschaft von Hannover 96 bei der Arbeit erlebt. Keine Motivation, kein Selbstbewusstsein, keine Gemeinsamkeit. Und entsprechend sind die Ergebnisse.  Aber das noch viel größere Problem spielt sich in dem Bereich rund um die Mannschaft herum ab, der für die mentale Einstellung zu sorgen hat. Da gibt es viele Parallelen zu schlecht geführten Unternehmen. Schauen wir uns mal zwei davon an.

Immer häufiger ertönt der Ruf nach Kulturwandel. 
Was braucht es dazu? An erster Stelle anspruchsvolle Projekte! Sie erzeugen, man kann fast sagen „erzwingen“, so viel Energie, dass Kulturwandel gelingen kann. Nichts ist besser geeignet als eine starke Herausforderung, um die Motivation in der Abteilung oder im ganzen Unternehmen auf ein qualitativ höheres Niveau zu heben, Veränderungen in den Haltungen, im Denken und im Handeln herbeizuführen. Kein Verantwortlicher sollte sich diese Möglichkeit entgehen lassen.

Beginnend im neuen Jahr werde ich in einer Rubrik "FourierReport" Informationen über meine Arbeit geben. Zwar hatte bisher schon alles Geschriebene irgendwie mit meiner Arbeit zu tun, aber langjährige Leser haben mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich eigentlich nie darüber berichte, was ich konkret tue, was mich dabei umtreibt und bewegt.

Bei jeder Reise lernt man etwas dazu. Ich habe bei meiner aktuellen Reise etwas Interessantes über Yoga gelernt und dabei festgestellt, dass das auch für Personal- und Organisationsentwicklung gilt. Wir sind gerade in Sri Lanka unterwegs und hatten einige Tage Gelegenheit, jeden Morgen unter Anleitung zwei Stunden Yoga zu üben. 6 Uhr ging es los, Frühstück gab es erst hinterher. Das Yoga war sehr intensiv und obwohl ich körperlich ganz gut trainiert bin und auch einige Yogaerfahrungen hatte, empfand ich es als ziemlich anstrengend.

Wenn man sich, wie ich zur Zeit auf Sri Lanka, mal in einer komplett anderen Umgebung befindet und einem unüblichen Rhythmus folgt, ergeben sich mitunter völlig andere Sichtweisen auf die täglichen Probleme. Ich habe hier einen achtzigjährigen buddhistischen Mönch getroffen, der mir innerhalb von 10 Minuten seine Philosophie erklärt hat, oder zumindest eine Interpretation. Er begann mit der Frage, ob mein Körper eigentlich wirklich mein Körper sei. Ich habe das natürlich bejaht und mich über die Frage gewundert.

Viele Konzernbetriebe, Sites oder Standorte stehen vor einem Problem, das im Prinzip für alle gleich ist. Sie müssen die umfangreichen Anforderungen der Konzernzentralen erfüllen. Da werden immer mehr und immer detailliertere Berichte fällig, die dem Informationsbedürfnis von Mitarbeitern der Konzernzentrale dienen. Projekte werden initiiert und vorangetrieben, die für den Konzernbetrieb, der sie nahezu allein abwickeln muss, keinen nennenswerten Nutzen bringen.

Motivierte Mitarbeiter sind eine feine Sache. Jeder möchte sie haben. Je nachdem, wen man zur Situation im Unternehmen fragt, bekommt man Einschätzungen zwischen „unsere Mitarbeiter sind hochmotiviert“ und „geht gar nicht“. Mitunter stecken hinter den Antworten verborgene Absichten. Die einen wollen die Situation beschönigen, weil sie sich selbst dafür verantwortlich fühlen. Die anderen wollen Motivations- und Incentiveprogramme  haben oder verkaufen.

Motivation hat zwei Gesichter, mindestens

Komplexität kann man meistern.  Allein steht man da allerdings oft auf verlorenem Posten. Der „Krake Komplexität“ hat viele Arme, dem man mit einfachen Lösungen nicht beikommt. Man braucht Verstärkung und die findet man in seinem Umfeld, im beruflichen wie im privaten. Die Frage, an der viele Menschen immer wieder scheitern, ist schlicht und einfach die nach dem WIE.

Termingemäß halte ich die ersten Exemplare meines neuen Buchs in den Händen. Der Verlag BusinessVillage hat Wort gehalten und auf den Punkt ausgeliefert.

Kennziffern sind im Management weit verbreitet. Man versucht, alles mit Zahlen zu erfassen, Mengen, Zeiten, Verbräuche, Kosten und so weiter. Selbst vor den Menschen wird nicht halt gemacht. Mittels Fragebögen wird die Eignung für bestimmte Aufgaben ermittelt, Denkstrukturen werden kartographiert und Verhaltensprofile aufgestellt.