Rezensionen
Aus einer privaten Nachricht an Stefan Fourier
(Eike Sommer, Januar 2008)
Hallo Herr Fourier,
Ich habe im frühen Februar 2007 Ihr äußerst wertvolles Werk "3 Oscars für den Chef" aufgestöbert. Es war ein Moment, dessen Tragweite ich noch nicht begriff, als ich bei Hugendubel am Münchner Marienplatz Ihr Werk in Händen hielt.
Mir gefiel der Titel und ich begann -wie gewohnt- irgendwo mitten im Buch zu lesen. Ich habe viel "Mangement-Literatur " verschlungen, von "the 1 minute manager" über face to face selling, Haufe Werke, "Die Kunst weniger zu arbeiten", "Mitarbeiterführung", "Fish", "Mäusestrategie für Manager" und viele andere mehr. Bald an die 50 Werke...
Als ich jedoch Ihre Zeilen las, gefiel mir sofort der Schreibstil, die lockere aber zielsichere Erzählung gepaart mit Praxis.
In der folgenden Woche war ich mit Lesen fertig - ungewöhnlich, da ich mit drei Wochen gerechnet hatte. Ich war begeistert und sofort in die Praxis umgesetzt.
Ich führte zu dem Zeitpunkt 9 Mitarbeiter, heute sind es 12 und ich suche nach dem dreizehnten. Seitdem ich Ihre Tips einsetze, hat sich unsere Produktivität exorbitant gesteigert. Und kaum hatte ich nach drei Monaten Erfolg das Buch wieder ins Regal gestellt, wurden die Erfolge mäßig. Als ich im Dezember Ihr Werk meinem Teamleiter gab und ihn bat, das für sich zu lesen, nahm ich auch meine Kopie wieder aus dem Regal. Und was ich eigentlich schon im März 07 tun wollte, hole ich heute nach: DANKE. Großbuchstaben? Ja, laut gemeint.
Kaum hatte ich die ersten Seiten wieder gelesen war ich zurück in der Welt, die man in einem modernen, dynamischen Team braucht. Der Welt des Erfolges, die uns von Ende Februar bis Mitte Juni so gut getan hatte. Es gibt seit Mitte Dezember in meinem Outlook einen fixen Termin, jeden Donnerstagnachmittag, der "Fourier" heißt. Ich lese mich in ein Kapitel ein und nehme mir gezielt vor, Dinge umzusetzen die darin
vorkommen. Mein Teamleiter übrigens genauso....
Sie haben mir durch Ihr Werk geholfen, neuen Mut zu fassen. Details würden hier den Rahmen sprengen. Aber auch dank Ihnen sind wir mittlerweile in den Top Ten von 145 Niederlassungen, München als Standort wurde weltweit bekannt und ich durfte vor einer Woche einen Ehrenpreis in London in Empfang nehmen.
Ich bin gespannt, wie der Eisbär und der Pinguin die Welt retten. Das Buch steht auf meiner Wunschliste an erster Stelle...
Viele Grüße aus Germering bei München,
Ihr Eike Sommer
Exzellente Managementlektüre - leicht zu lesen
(Dr. Norbert Marquardt, Oktober 2006, Amazon)
Üblicherweise kämpft man sich in Managementbüchern durch mitunter schwer verdauliche Kapitel vor. Stefan Fourier ist es gelungen, ein Buch zu schreiben, das in sehr anschaulicher Weise Wissenswertes für Führungskräfte vermittelt. Das Buch handelt von der Inszenierung und Umsetzung von Wandel. Seine Idee ist, die Thesen und Vorschläge zum Veränderungsmanagement in eine Geschichte einzubinden, die von der Produktion eines Kinofilmes handelt. Neben den vielen passenden Analogien zwischen dem Regisseur in der Filmwelt und dem Manager eines komplexen Projektes, entsteht immer wieder ein Praxisbezug, der das Buch sehr schön auflockert. Die 220 Seiten sollten in einem Zug gelesen werden. Es eignet sich aber ebenso als Nachschlagewerk. Der Autor hat unter der Überschrift "Zeitraffer" die Kernaussagen der 11 Kapiteln zusammengefasst und darüber hinaus in jedem Kapitel "Regieanweisungen" in 1-3 Sätzen platziert. Der Leser findet darüber schnell wieder Zugang zu dem Inhalt des Kapitels. Die Regieanweisungen für sich alleine genommen sind sehr prägnante Ideengeber und Denknahrung.
Inhaltlich steht der Mitarbeiter als Mensch im Mittelpunkt. Immer wieder führt Fourier den Leser an den Punkt heran, dass durch kluge Einbindung der Mitarbeiter jedes Projekt erfolgreicher sein wird, als durch Nichtbeteiligung. Dabei schaffen die vielen Beispielfälle aus seiner Beraterpraxis immer wieder Authentizität. Hier schreibt einer von Erlebtem und nicht auf der Basis theoretischer Recherchen. Trotzdem findet sich natürlich auch Theorie, wie z.B. die Betrachtung komplexer Systeme, in dem Buch, aber immer leicht verdaulich.
Zusammengefasst ist das Buch eine echte Bereicherung der Managementliteratur und für alle empfehlenswert, die sich mit Veränderungsprozessen befassen. Welcher Manager gehört heute nicht in diese Gruppe?
Hollywood meets Management
(Maren Schleiff, Oktober 2006)
Nach einem guten Hollywoodstreifen fragt sich der beglückte Zuschauer manchmal wie weit die Realität eigentlich von dem Film entfernt ist. Klappt man das Buch Drei Oscars für den Chef nach 220 Seiten spannender Lektür zu, kann sich der fachlich versierte Leser das gleiche fragen. Was sich so locker wegliest und sich so selbstverständlich anhört sieht im Alltag der Manager oft ganz anders aus.
Stefan Fourier beschreibt nicht wieder irgendeine neue Methode für besseres Management, sondern verfolgt einen konsequent ganzheitlichen und sehr menschlichen Ansatz. Dabei setzt sich der Manager (und auch Leser) weniger mit komplexen theoretischem Hintergrundwissen auseinander als vielmehr mit dem Umgang mit sozialen Komponenten, dem Wert von Erfahrung und zwischenmenschlichen Aspekten der Unternehmensführung.
Das Buch beginnt wie eine unterhaltsame Filmvorlage. Die Entstehungsgeschichte des neuen Oscar-verdächtigen Filmes aus Hollywood von Regisseur Gatsby Fitzgerald steht als anschauliche Metapher für eine Art von Management, bei der alles richtig gemacht wird. In den Takes nach jeder Klappe zeigt der Autor anhand vieler anschaulicher Beispiele aus seiner eigenen Erfahrung als Unternehmensberater wie weit der Alltag vieler Manager diesem Ideal hinterherhinkt.
Was schon der Managementexperte Peter Drucker prophezeite wird hier von Regisseur Fitzferald konsequent vorgelebt und von Fourier als Unternehmensberater intensiv in die Unternehmen hineingetragen: Das Wissen der Angestellten, so auch aller Beteiligten an einer Filmproduktion, egal ob Schauspieler, Kabelträger oder Kameramann, wird zum entscheidenden Produktionsfaktor werden. Denn der Manager ist mit dem Anspruch konfrontiert, auf den unterschiedlichsten Ebenen als Fachexperte, als Organisator, als Prozessentwickler, als Motivator, Teamleiter, Netzwerker und Beziehungsmanager permanent Höchstleistung zu bringen. Dieser Anspruch steigt proportional zur wachsenden Komplexität der Wirtschaftswelt. Und wie der Autor so schön am Abschluß dieses Takes als Regieanweisung anführt: Hören Sie auf, den Superhelden zu spielen. Sie haben alleine gar keine Chance, der steigenden Komplexität im Unternehmen zu begegnen.
Natürlich wird das WIE in den folgenden Takes verraten. Nach den Takes gibt es dann eine zusammenfassende Regieanweisung vom Autor. Von der ersten Ideenfindung an durchläuft die Metapher aus Hollywood die Stationen eines komplexen Veränderungsprozesses über die Verteilung von Verantwortlichkeiten, das Einsetzen des Lustprinzips, Motivation und Konsolidierung bis hin zum Thema Lob und Kritik und der Tatsache, dass Führen etwas anderes ist als Managen. Die Hintergrundgeschichte über Freud und Leid des Regisseurs Gatsby Fitzgerald macht Spass und vereinfacht das Verständnis für die komplexen Managementprozesse.
Der ein oder andere versierte Chef wird sich am Ende des Buches vielleicht heimlich wünschen, dass es wirklich eine "Oscarverleihung für Chefs" gebe.
Ein Buch für kluge Köpfe
(Dr. Horst zum Eschenhoff, September 2006, Amazon)
Beim ersten Aufschlagen von Stefan Fouriers "Drei Oskars für den Chef" dachte ich noch: "Oh je, nur Text, keine Fotos, keine Cartoons, keine Grafik für den schnellen Überblick". Das vorweg, dies ist kein Buch für Durchblätterer und Info-Grafik-Hopper, die den schnellen Überblick wollen, um mitreden zu können. Dieses Buch will von vorne bis hinten gelesen werden. Doch keine Sorge, es macht trotzdem Spaß. Da stört es auch nicht so sehr, dass die fiktive Rahmenhandlung über den neuen Film vom genialen Regisseur Gatsby Fitsgerald manchmal etwas klischeehaft daherkommt.
Es ist ein inspirierendes Lesebuch für kluge Köpfe, die sich auf eine anregende, ja herausfordernde Lektüre von 220 Seiten einlassen wollen. Am Ende werden sie eine mitreißende Story für das Drehbuch in ihrem Verantwortungsbereich skizziert haben. Der Text von Stefan Fourier bietet hierzu viele Denkanstöße. Besonders bemerkenswert ist sein Plädoyer für den fairen, ehrlichen Umgang mit allen Mitarbeitern im Unternehmen. Die Fallbeispiele aus der Beratungspraxis geben einen Eindruck von der Kreativität und dem Leistungspotenzial, das in Mitarbeitern frei wird, wenn Führungskräfte das richtige Drehbuch haben und sich auf eine kluge Regie "beschränken". Mein Spickzettel ist jetzt jedenfalls voll geschrieben mit Ideen für Story, Drehbuch, Besetzung der Rollen und Inszenierung.
Drei Oscars für dieses Buch!
Gute Idee, aber nicht alles selbst erfunden
Dr. Werner Fuchs, September 2006, Amazon
Bücher wie dieses deuten darauf hin, dass sich neue Forschungsergebnisse aus den Naturwissenschaften auch in der Beraterbranche ausbreiten. Langsam zwar, aber immerhin. Irgendwo im Text erfährt der aufmerksame Leser, dass Entscheidungen zu maximal 30 Prozent rational getroffen werden. Leider ortet der Autor die Entscheidungszentrale für die restlichen 70 Prozent im Bauch, was den Erkenntnisschub wieder leicht relativiert. Doch das mentale Fundament ist gelegt, auf dem Stefan Fourier sein Konzept verankern kann. Es ist eingebettet in die Analogie von Führungskraft und Regisseur. Genauer gesagt, geht es um eine Filmproduktion, in der alle Arbeitsschritte und Beteiligten vorkommen. Als Anhänger und Vertreter von Storytelling gefällt mir dieses Konzept selbstverständlich. Und Stefan Fouriers Form seiner Erläuterung ist unterhaltsam, anschaulich und konsequent. Zwar wird der Leser bald merken, dass der Autor Unternehmensberater und kein Steven Spielberg, was Auswirkungen auf die Qualität seiner Rahmengeschichte hat. Doch sie übertrifft immerhin etliche Fernsehproduktionen.
Bei elf Klappen und zahlreichen Takes lässt Fourier seine Leser zusehen. So erfährt er Wesentliches zur Story, zum Drehbuch, über Produzenten, das Produktionsteam, das Casting, die Inszenierung, den Regisseur, die Dreharbeiten, die Stars, den Cut, die Premiere und den Abspann. Beim letzen Einblick schnitzert der Verfasser allerdings selber. Denn außer ihm hat offenbar niemand zum Buch beigetragen. Der Verzicht auf eine Literaturliste finde ich hier besonders gravierend, gibt es doch ausgezeichnete Titel, die viele Leser interessieren dürften. Ob nun Stefan Fourier tatsächlich alles aus den eigenen Fingern gezogen hat oder nicht. Sein eigener Abspann kostet ihn daher einen Stern.
Mein Fazit: Unterhaltsames, spannendes und konzeptionell kluges Buch zum unendlichen Thema "Chef und Führung". Gute Zusammenfassungen in Form von Regieanweisungen, wenige idealisierte Vorstellungen vom guten Menschen, konkrete Tipps und viele Fallbeispiele in knapper Form. Nur der indirekt vermittelte Originalitätsanspruch stört und "schützt" den Leser vor dem Kauf anderer Bücher zum Thema.
