Weblog von st.fourier

Was Changemanagement vom Yoga lernen kann

Bei jeder Reise lernt man etwas dazu. Ich habe bei meiner aktuellen Reise etwas Interessantes über Yoga gelernt und dabei festgestellt, dass das auch für Personal- und Organisationsentwicklung gilt. Wir sind gerade in Sri Lanka unterwegs und hatten einige Tage Gelegenheit, jeden Morgen unter Anleitung zwei Stunden Yoga zu üben. 6 Uhr ging es los, Frühstück gab es erst hinterher. Das Yoga war sehr intensiv und obwohl ich körperlich ganz gut trainiert bin und auch einige Yogaerfahrungen hatte, empfand ich es als ziemlich anstrengend.

Ein schlauer Buddhist

Wenn man sich, wie ich zur Zeit auf Sri Lanka, mal in einer komplett anderen Umgebung befindet und einem unüblichen Rhythmus folgt, ergeben sich mitunter völlig andere Sichtweisen auf die täglichen Probleme. Ich habe hier einen achtzigjährigen buddhistischen Mönch getroffen, der mir innerhalb von 10 Minuten seine Philosophie erklärt hat, oder zumindest eine Interpretation. Er begann mit der Frage, ob mein Körper eigentlich wirklich mein Körper sei. Ich habe das natürlich bejaht und mich über die Frage gewundert.

Organisation zum Schutz des Kerngeschäfts

Viele Konzernbetriebe, Sites oder Standorte stehen vor einem Problem, das im Prinzip für alle gleich ist. Sie müssen die umfangreichen Anforderungen der Konzernzentralen erfüllen. Da werden immer mehr und immer detailliertere Berichte fällig, die dem Informationsbedürfnis von Mitarbeitern der Konzernzentrale dienen. Projekte werden initiiert und vorangetrieben, die für den Konzernbetrieb, der sie nahezu allein abwickeln muss, keinen nennenswerten Nutzen bringen.

Motivation kann man finden, nicht herstellen

Motivierte Mitarbeiter sind eine feine Sache. Jeder möchte sie haben. Je nachdem, wen man zur Situation im Unternehmen fragt, bekommt man Einschätzungen zwischen „unsere Mitarbeiter sind hochmotiviert“ und „geht gar nicht“. Mitunter stecken hinter den Antworten verborgene Absichten. Die einen wollen die Situation beschönigen, weil sie sich selbst dafür verantwortlich fühlen. Die anderen wollen Motivations- und Incentiveprogramme  haben oder verkaufen.

Motivation hat zwei Gesichter, mindestens

Komplexität kann man meistern - gemeinsam!

Komplexität kann man meistern.  Allein steht man da allerdings oft auf verlorenem Posten. Der „Krake Komplexität“ hat viele Arme, dem man mit einfachen Lösungen nicht beikommt. Man braucht Verstärkung und die findet man in seinem Umfeld, im beruflichen wie im privaten. Die Frage, an der viele Menschen immer wieder scheitern, ist schlicht und einfach die nach dem WIE.

"schlau statt perfekt" ist erschienen!

Termingemäß halte ich die ersten Exemplare meines neuen Buchs in den Händen. Der Verlag BusinessVillage hat Wort gehalten und auf den Punkt ausgeliefert.

Kennziffern versus Bewertung

Kennziffern sind im Management weit verbreitet. Man versucht, alles mit Zahlen zu erfassen, Mengen, Zeiten, Verbräuche, Kosten und so weiter. Selbst vor den Menschen wird nicht halt gemacht. Mittels Fragebögen wird die Eignung für bestimmte Aufgaben ermittelt, Denkstrukturen werden kartographiert und Verhaltensprofile aufgestellt.

Was uns die VW-Affäre über komplexe Systeme sagt

In komplexen Systemen passieren Dinge, die eigentlich nicht passieren können. Dazu gehört, dass in einem Konzern wie VW plötzlich Manipulationen bei den Abgasmessungen vorgenommen werden. Nicht als Kurzschlusshandlung eines Einzelnen, sondern als konzertierte Aktion eines Teils des Managements. Eigentlich ist das bei VW nicht möglich, denn dort gibt es hohe ethische Standards, eine entwickelte Compliance-Kultur, Kontrollmechanismen zuhauf. Ich kenne das alles aus eigener Anschauung und finde VW darin vorbildlich, auch jetzt noch.

Komplexität - ein unerschöpfliches Thema

In den zurückliegenden  Jahren habe ich mich eigentlich immer nur mit einem Thema beschäftigt, wenn auch in den unterschiedlichsten Erscheinungsformen. Mit Komplexität.

Dabei habe ich ein paar Dinge gelernt:

Isfahan – mon amour

Den Medien in Deutschland kann man in einem Punkt vollkommen vertrauen: Sie vermitteln Bilder von anderen Ländern, die weit entfernt von der Wirklichkeit dort sind. Mir ist das in der vergangenen Woche wieder so klar geworden, als ich mit meiner Frau einen zehntägigen Urlaub im Iran verbrachte. Wir bereisten das Land und besuchten von Nord nach Süd fahrend, Teheran, Kashan, Nain, Qom, Isfahan und Shiraz.