Wirtschaftlicher Unverstand, sie haben es nicht kapiert!

Verfasst am 31.05.2009 um 14:39:17

Wenn etwas alt, überholt oder überflüssig ist, dann weicht es und macht Platz für etwas Neues. Das ist zwar meist schmerzhaft, aber nun einmal das Prinzip des Lebens, der Evolution und somit gültig für alles auf Erden. Denn es macht Sinn! Es ist der dialektische Zusammenhang von Sterben und Erneuerung (zu Pfingsten: Tod und Wiedergeburt), der die entscheidende Grundlage jeder Entwicklung ist. Die Überwindung dieses Zusammenhangs nennt man Paradies. Das kommt aber eben erst später.
In Deutschland wird gerade versucht, das Paradies vorzuziehen. Mit dem sogenannten Opel-Rettungsplan. Eigentlich waren sich alle einig: Wir haben eine strukturelle Krise in der Autoindustrie, zu viele Produktionskapazitäten, zu viele Autobauer und zu viele Autos auf den Straßen. Da es nun aber gerade mal Opel trifft, soll das alles plötzlich nicht wahr sein. Jetzt springt der Staat ein und rettet das, was zu viel ist, vor dem Untergang. Die Hoffnung lautet: Soll es doch einen anderen treffen, bloß nicht Opel im Wahljahr. Aber die Rechnung wird nicht aufgehen. Auch in der DDR (und selbst noch danach mittels Treuhand) hat man versucht, marode Kombinate zu retten. Das ging schief, hat Ressourcen vernichtet und nur Zeit gekostet. Aber jetzt versucht man den Blödsinn wieder. Eigentlich müsste die FDP Sturm dagegen laufen, aber selbst die traut sich im Wahljahr nicht. Nur Guttenberg hat es in seinem idealismus versucht (Respekt dafür), aber sie haben ihn zurück gepfiffen.
Dabei ist eine nach vorn gerichtete Strategie ganz einfach: Opel in die Pleite gehen lassen (das würde auch GM schmerzen, die das durchaus verdient hätten) und die Staatsmilliarden für zweierlei verwenden:

  • Für die und mit den Opel-Mitarbeitern Perspektiven für neue Arbeitsplätze entwickeln.
  • Geld in neue Mobilitätskonzepte stecken, die dringender gebraucht werden als Autos.

Vielleicht würde sich ja auch beides zusammenbringen lassen. Aber offenbar hat niemand den Mut zu solchen Taten. Das Leid ist eben noch nicht groß genug. Aber die nächsten "Bedürftigen" (Arcandor) stehen schon auf der Matte. Mal sehen, wie lange das Geld reicht.