Streik ist Ausdruck von Versagen
Da sitze ich gestern im Zug nach Frankfurt und plötzlich ... Halt in Göttingen. Nichts geht mehr. Streik. Mein Termin ist im Eimer und ich habe noch Glück, schnell nach Hannover zurück zu kommen. Geschäftstermine kann man nachholen, aber andere Reisende haben dadurch schlimmere Probleme. Auf der Rückfahrt denke ich drüber nach und hier das Ergebnis, in aller Kürze:
Die Verantwortlichen bei den Tarifpartnern haben eigentlich die Aufgabe, die für alle optimale Lösung zu finden. Das betrifft einerseits den Tarifabschluss selbst, andererseits aber auch dessen Tempo. Dies vor allem wegen der gesellschaftlichen Auswirkungen von Nichteinigung, nämlich Streik. Das Handeln der Verantwortlichen der Tarifpartner hat also eine hohe gesellschaftliche Relevanz. Sie handeln sozusagen im gesellschaftlichen Auftrag. Dazu gehört, dass sie schnell zur Lösung kommen und negative Auswirkungen für die Gesellschaft vermeiden.
Kommt es aber zum Streik, vor allem zu solchen mit großer Wirkung für Unbeteiligte. dann haben die Verantwortlichen der Tarifparteien versagt. Sie haben einen schlechten Job gemacht! Das trifft auf beide Seiten zu. Dass es einer auf den anderen schiebt, ist nicht akzeptabel. Sie haben sich nicht geeinigt, weil sie es nicht wollten.
Vielleicht wäre es beschleunigend, wenn die Tarifverhandlung zukünftig nicht hinter verschlossenen Türen, sondern öffentlich via Fernsehübertragung liefen. Da würde der Einigungsdruck größer und Streik könnte meist vermieden werden. Denn Streik ist das letzte Mittel. Streik ist Ausdruck von Versagen!
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Kommentare
Streik ist kein Ausdruck des Versagens, er ist Ausdruck das Macht nicht einseitig ist! Das bei einem Bahnstreik plötzlich vermeintlich Unbeteiligte betroffen werden ist ganz offensichtlich Ziel der Streikenden um die andere Seite zum einlenken zu bewegen. Ob in diesem Falle ein Streik sinnvoll und zielführend ist wird letztendlich das Ergebnis zeigen!