Splitter 4
Immer in ihrer Nähe. Sein Leben hing davon ab. Er konnte ohne sie nicht atmen, nichts fühlen. Schaute er sich um, entdeckte er so viele zauberhafte Dinge. Pastellfarbene Landschaften, Gärten von atemberaubender Fülle, huschende Fische von unendlicher Vielfalt und die geheimnisvollen Schatten der Wesen der Tiefe. Zu gern wäre er näher geglitten, um all die Schönheit zu bestaunen. Voller Tatendrang wollte er die Tiefen ergründen. Aber er musste ihr folgen. Er musste in ihrer Nähe bleiben. Das Band des Lebens fesselte ihn an sie.
Er war einem Schwarm gelber Fischchen mit blauen Streifen und großen Augen gefolgt. Nach wenigen Metern fühlte er sein Herz sich verengen und musste umkehren, zu ihr zurück. Er war einem riesigen Fabelwesen gefolgt, hatte sich an seinen Rücken geschmiegt, Kraft und Ruhe gespürt. Als das Tier in die Tiefe abdrehte und die Abenteuerlust ihn durchpulste, nahm es ihm den Atem und er musste ablassen. Er kehrte zurück und sie empfing ihn mit einem Lächeln.
Nah bei ihr kehrte das Leben in seine Adern zurück. Seine Schwäche verging, seine Spannkraft wuchs. Aber wohin damit? Seine Sehnsucht nach der Welt, nach Neuem, nach Abenteuer wuchs und wuchs. Er versuchte, dieser Sehnsucht mit Macht zu folgen, entfernte sich immer weiter. Doch je heftiger er sich aufbäumte, desto mehr stand sein Leben auf dem Spiel und die Angst vor dem Tod des Erstickens wurde übermächtig. Und er kehrte um in ihre lebenspendende Umarmung, in die Geborgenheit. Immer wieder. Und dabei wuchs Hass in ihm.
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