Meinungen zum Buch
Praktischer Wegweiser in die Zukunft
Beate Wiemann, September 2010, Amazon
Ich habe schon mehrere Fachbücher von diesem Autor gelesen und was mich auch bei „Jenseits vom schnellen Gewinn“ wieder begeistert: Es ist klar geschrieben und leicht verständlich. Und vor allem, es geht von praktischen Gegebenheiten und Zusammenhängen aus, die jeder Leser irgendwoher kennt.
Der erste Teil macht für mich die Notwendigkeit für Veränderungen ganz anderer Art sehr logisch und erklärbar. Im zweiten Teil geht es dann darum, auf welche Bereiche man genau schauen muss und wo Ansätze für konkretes Handeln im Unternehmen sind. Strukturen, Prozesse, Mensch, Netzwerke, Kultur ... Die Historie und die Bezüge sind sauber recherchiert und für mich phasenweise verblüffend.
Das Buch kam für mich genau zum richtigen Zeitpunkt, da ich mit meinem Unternehmen mitten in einem Veränderungsprozess stecke, der uns zwingt, das gewohnte Denken an einigen Stellen zu verlassen. Dafür gibt das Buch gute Ideen und innerhalb unseres Teams nutzen wir einige Impulse als Diskussionsgrundlage. Das fällt uns leicht, weil es hier um praktisch Erlebtes, nicht um abgehobene Theorie geht. Also wer ein Buch sucht, mit dem er etwas anfangen kann, ist das eine echte Empfehlung.
Eine freundliche und kompetente Einladung
Dr. Alfred Schultz, September 2010, Amazon
„Jenseits vom schnellen Gewinn – Was Unternehmen langfristig stark macht“ ist ein richtig freundliches Buch, das sehr einladend wirkt. Und das setzt sich im Innenteil fort, denn es liest sich sehr gut.
Meine ganz große Anerkennung an Stefan Fourier für die Schreibweise, prima Satzbau, Lockerheit, Beispiele, Metaphern. Die Argumentation ist top nachvollziehbar, einfache, gut verständliche Sprache, die gleichzeitig auch zeigt, dass der Autor mit den Anglizismen und Kompetenz-Kürzeln des Managements durchaus vertraut ist. Die Darstellungsweise ist besonnen und integrativ. Das Bild vom Autor: Hier schreibt jemand mit einem historischen und allgemeinen Bildungshintergrund, der aus Theorie und Erfahrung heraus, auf solide Weise das Thema "Wandel" für Unternehmen aufgreift.
Das Werk ist superklar und übersichtlich gegliedert. Besonders eingängig finde ich die Einheit von Teil eins und zwei. Das ist sehr "ergänzend" in seiner Darstellung. Das Fazit für mich: "Es gibt bei den Unternehmen einige Schwachstellen, aber es gibt gute ergänzende Perspektiven." Diese werden klar benannt. Inhaltlich kann man sicherlich über vieles diskutieren. Aber es gibt m.E. einen Punkt, dem niemand wiedersprechen kann: Der allgegenwärtige, immer schneller werdenden Wandel produziert notwendigerweise, wie schon Schumpeter sagt, ein ständiges Zerstören und ein neues Kreativ-Sein. Je schärfer diese Dynamik wird, um so wichtiger ist es, wenn man denn weiter dabei sein will, in dieser Dynamik nicht Knecht, sondern Herr, nicht Schicksalsergebener, sondern Gestalter zu sein.
Im dritten Teil wird beschrieben, wie ein Unternehmen zum Gestalter werden kann. Das ist in der Sache der schwierigste Punkt. Man bekommt aber als Leser besonders durch die "Fünfer-Helix" ein Bild, das hängen bleibt. Fourier sagt in aller Freundlichkeit, dass er den Schlüssel gefunden hat, wie Unternehmen sich dahin bringen können, in dieser Dynamik zu Gestaltern zu werden. Es ist die eigentliche Herausforderung, die neues Denken erfordert. Und er beschreibt Wege und gibt praktische Beispiele dafür.
